DRK ist neuer Mieter des Hauses Stadtring 14 in Sömmerda
Porträt
Für ihr Haus Stadtring 14 hat die Stadt mit dem DRK einen neuen Mieter gefunden. Am liebsten würde der Bürgermeister das Gebäude verkaufen. Foto: Peter Hansen
Vor mehr als acht Jahren hat die Stadt ihre Immobilie Stadtring 14 als Mietobjekt angeboten. Mindestens zwei Vereine kamen in die engere Wahl, der Stadtrat entschied sich für den Regionalverband Sömmerda der Volkssolidarität.
Sömmerda. "Wir haben das Haus in den Jahren 2004 bis 2012 als Begegnungsstätte genutzt", berichtet Maik Wagner, stellvertretender Geschäftsführer. Zum Jahresende hat die Volkssolidarität ihren mietfreien Nutzungsvertrag gekündigt und alle Möbel abgeholt. "Das Haus war für uns viel zu kostenintensiv. Die Einnahmen durch Weitervermietung an verschiedene Vereine standen in keinem Verhältnis zu den Betriebskosten. Schon allein die Energiekosten waren erheblich", so Maik Wagner. Der Beschluss, den Vertrag mit der Stadt zu kündigen, sei bereits vor einiger Zeit in der Mitgliederversammlung gefasst worden. Auch da habe es geheißen: "Die Volkssolidarität kann nicht das Hobby einzelner Personen finanzieren". Damit spielt Maik Wagner auf den Malkreis und die Kleine Malschule an, die über viele Jahre im Starring 14 zu Hause und einer der Mieter waren. Mit dem Wegzug des engagierten Ehepaars Oehlschlägel änderte sich das grundlegend. "Der zweite Grund für die Kündigung war für uns aber, dass wir uns auf unseren Hauptsitz in der Neuen Zeit, Straße der Einheit 17, konzentrieren. Wir haben allen Gruppen angeboten, hierher umzuziehen", versichert Maik Wagner.
Letztlich kam es aber noch zum Streit um 20 Stühle und 6 Tische zwischen Volkssolidarität und Malkreis, was offenbar auch in einer Anzeige gipfelte. Nach der Kündigung, die die Volkssolidarität nach Aussage des Bürgermeisters ohne eine Begründung an die Stadt geschickt hatte, suchte diese nach einem neuen Partner. "Den haben wir auch mit dem DRK-Kreisverband gefunden", sagte Ralf Hauboldt
. Er habe schon im Sommer 2012 davon gehört, dass hier eine Veränderung ansteht, konnte dazu aber bei der Volkssolidarität nie jemanden sprechen. Deshalb habe er mit dem DRK-Kreisverband Vorgespräche geführt. Ergebnis sei gewesen, dass es ab 1. Januar 2013 einen neuen Mieter gibt. "Vielleicht können wir das Haus Stadtring 14 auch zum Taxpreis von 2003, als es von der Wohnungsgesellschaft zur Stadt ging, verkaufen". DRK-Vorstandsvorsitzender Thomas Haupt strebt nunmehr einen "nahtlosen Übergang" an. "Wenn wir es schaffen, soll Ende Februar Wiedereinzug und Eröffnung des Seniorenclubs und Vereinstreffs sein", kündigte Thomas Haupt an. Er hätte sich auch gern mit der Volkssolidarität an einen Tisch gesetzt und zum Beispiel über die Nutzung von Mobiliar gesprochen. Zwischenzeitlich sind Männergesangverein, Versehrtensport, Blindenverband und Handarbeitsgruppe bei uns im Pflegeheim Am Mühlgraben zu Gast."